
Fango ist eine Mischung aus Ton, Thermalwasser und Mikroalgen und unterliegt einem zwei- bis dreimonatigen Reifeprozess. Während dieser Zeit fließt 60°C heißes Thermalwasser über den Fango, welcher in speziellen Wannen angerichtet und ständiger Sonneneinstrahlung ausgewiesen ist. So entstehen seine besonderen chemischen und physikalischen Charakteristiken, welche die Bildung der Mikroalgen und seine Formbarkeit sowie die erhöhte Wärmeerhaltung begünstigen. Der thermische Stress fördert die Entwicklung von Mikroorganismen, sogenannte Kieselalgen (oder Diatomeen), welche für die Produktion der entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften verantwortlich sind.
Der 40°C Fango wird gleichmäßig auf die Haut der betroffenen Körperstelle gestrichen. Auf lokaler Basis wird eine intensive Gefäßerweiterung der Haut gemeinsam mit einer zunehmenden Muskelentspannung erreicht. Auf allgemeiner Basis sorgt der thermische Stress zur Freisetzung der Hormone Cortisol und Endorfine, die entzündungshemmend und schmerzstillend wirken. Die kurzfristigen Resultate nach der therapeutischen Behandlung sind schmerzstillender, spannungslösender und entzündungshemmender Natur mit anschließender Stimulierung und Verbesserung der Gelenke und der periartikulären Struktur. Langfristig gesehen, können Fangotherapien einer neuerlichen Verschlechterung entgegenwirken und das Fortschreiten lokaler Degenerationen, zumeist Arthrose, verlangsamen.
Zahlreiche Studien bescheinigen das entzündungshemmende Potential ohne jeglicher Nebeneffekte, welches sogar die Wirkung traditioneller Medikamente, wie zum Beispiel Kortison, übertrifft. Besonders geeignet sind Fangobehandlungen bei Osteoporose, Arthrose, Rheumatismus sowie für die Rehabilitation nach Unfällen oder chirurgischen Eingriffen. Der Original Fango aus dem Euganeischen Thermalbecken ist einzigartig und wurde kürzlich vom Europäischen Patentamt unter Schutz gestellt (Patentanmeldung EP 05100038.8).